Kinder in Not: Leben mit Beeinträchtigung in Nepal

Veröffentlicht am 09.09.2017 in Projekte

Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen haben in Nepal einen langen Leidensweg hinter bzw. vor sich. Vor allem Zerebrale Bewegungsstörungen kommen dort häufig vor. In den ländlichen Gebieten ist dies mit Stigmatisierung und Diskriminierung verbunden. Sandra Eisner, die in einem INF-Krankenhaus angestellt ist, bietet diesen Kindern logopädische Therapien an, die sie dringend benötigen.

Verursacht durch frühkindliche Hirnschädigungen, z.B. Sauerstoffmangel bei der Geburt, leiden Kinder an unterschiedlichen Symptomen unterschiedlicher Ausprägung. Häufig geht das Leitsymptom „Bewegungsstörung“ einher mit Epilepsie, Verhaltensauffälligkeiten, Sprach-, Ess- oder Hörstörungen. In Österreich bekommen Kinder mit Zerebralparese medizinische Unterstützung, Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie.

In Nepal sieht dies anders aus: Häufig wird die Diagnose sehr spät gestellt und medizinische Versorgung oder Therapien sind nur vereinzelt möglich. Wie auch andere „Behinderungen“ gilt auch diese als Fluch und Unglück. Die Eltern werden diskriminiert, die Kinder versteckt und von der Schule ausgeschlossen. Es gibt nur sehr wenige Informationen über zerebrale Bewegungsstörungen und deren Auftreten in Nepal.

INF hat vor einigen Jahren damit begonnen, Kindern mit diesem Krankheitsbild eine Versorgung im Green Pastures Hospital anzubieten. Meistens erfahren die Eltern durch „Mundpropaganda“ von unserem Krankenhaus. In 2-3 monatlichen Abständen wird eine Gruppe von Eltern mit ihren Kindern in das Krankenhaus gebracht und hier für eine Woche betreut. Sie erhalten Physio- und Ergotherapie, Logopädie und eine ausführliche medizinische Kontrolle. Es werden hilfreiche Tipps und Ratschläge mitgegeben, besonders im Bereich „Nahrungsaufnahme“ ist fachkundige Information notwendig. Auch werden die Eltern ermutigt und gestärkt, dass sie nicht alleine sind.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung per Überweisung mit dem Kennwort "Nepal" für unsere Mitarbeiterin Sandra Eisner, die den Kindern mit Beeinträchtigungen vor Ort helfen kann!

 

 

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