Reset - Gott beschenkt

Der erste Lockdown zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid19 im Frühjahr 2020 stellte Reset vor große Herausforderungen. Um suchtkranken Personen Unterstützung sein zu können, braucht es persönlichen Kontakt, was eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich war. Neue Wege mussten gefunden werden, um den Betroffenen weiterhin helfen zu können.

Das Coffeehouse, das eine gute Möglichkeit war, ungezwungen Menschen einzuladen oder kennen zu lernen, konnte nicht geöffnet bleiben. Eine weitere Auswirkung war, dass Dienstreisen abgesagt werden mussten, was zur Folge hatte, dass auch der Spendeneingang zurückging. Um trotzdem weiterhin für die Hilfesuchenden da sein zu können, wurden aus den 1-zu-1-Betreuungen Telefongespräche und Videochats. Auf diese Weise konnten bzw. können alle Beteiligten geschützt und trotzdem der Kontakt gehalten werden.

Eine weitere Idee zu helfen, war der Einsatz eines „Streetwork“-Autos. Im Sommer wurde Reset ein perfekt passendes Auto zur Verfügung gestellt. Mit dem Auto ist es nun möglich flexibel zu Einsatzorten zu gelangen. Notwendiges, wie Kleidung, Essen oder ähnliches kann einfach transportiert und an die Menschen verteilt werden. Mit dieser Möglichkeit kann nun die Arbeit auf der Straße noch besser umgesetzt werden. Die MitarbeiterInnen von Reset waren im letzten Jahr immer wieder verblüfft wie schnell benötigte Spenden ankamen, mit denen sie nicht gerechnet hatten.

Auf die Arbeit von Reset wurde auch die Redaktion der Barbara Karlich-Show aufmerksam. Nachdem lokale Medien von einem Vortrag über Suchtprävention in Gallneukirchen berichtet hatten, wurde Mirko Mitrovic (Projektleitung) in die Show eingeladen, um über seine Vergangenheit zu sprechen. Er konnte davon berichten, wie er nach 13 Jahren seine Sucht loswerden konnte. Eine Zuseherin meldete sich im Anschluss an die Ausstrahlung, um dem Team von Reset 200m² große Räumlichkeiten zur Nutzung anzubieten. Nachdem das Coffeehouse, selbst nach dem Lockdown, aufgrund der kleinen Größe nicht mehr geöffnet werden konnte, war dies eine große Gebetserhörung. Es gibt bereits viele Ideen, was mit diesen Räumen gemacht werden kann. Durch die Nähe zum Wiener Gürtel ist die Lage ideal, um dort eine fixe Beratungsstelle einzurichten. Zusätzlich gibt es ausreichend Platz für ein Büro, Lagerung aller Sachen, aber auch zur Schaffung einer neuen niederschwelligen Anlaufstelle. Auch der Start eines Tagesprogrammes, das einen stationären Aufenthalt in einer Suchtklinik ersetzen kann, ist in Überlegung. Doch bevor die Umsetzung starten kann, braucht es finanzielle Unterstützung, welche die Renovierung der zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten ermöglicht. Mit Ihrer Spende kann das Team von Reset einen Ort schaffen, an dem Betroffene betreut und begleitet werden können.

Für die Zeit des zweiten Lockdowns, hat das Team von Reset beschlossen, den Fokus sehr stark auf Membercare zu legen und die Zeit zu nutzen, um als MitarbeiterInnen gestärkt zu werden. Aber auch Überlegungen, wie sich das Projekt in den nächsten 3 bis 5 Jahre entwickeln soll, sind Thema der momentanen unfreiwilligen "Auszeit".

Trotz aller Hindernisse war dieses Jahr geprägt von unerwarteten Geschenken und ermutigenden Begegnungen. Auch wenn wir nicht rund um die Uhr arbeiten oder wenn uns manchmal die Hände gebunden sind, kümmert Gott sich. Er ist nicht von uns Menschen oder Umständen abhängig. Er kann Gelingen schenken und alles Vorbereiten was wir brauchen. Mit diesem Wissen und der Sicherheit, die dieses gibt, stellt sich Reset den kommenden Herausforderungen, um für jene da zu sein, die Unterstützung brauchen.

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